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Winterspeck vorbeugen

 

© Racle Fotodesign AdobeStock 30870742
In der Winterzeit nehmen viele Menschen zu. Steht der Frühling vor der Tür, folgt dann der Ärger verbunden mit Versuchen, den Winterspeck rechtzeitig wieder loszuwerden. Der gewünschte Erfolg stellt sich nicht immer ein. Schnelle Diäten sind Stress für Körper und Seele und meistens nicht einmal wirksam. Zu schnelles Abnehmen und der Verzicht auf Lebensmittel sind Faktoren, die fast immer zu Heißhunger-Attacken und dem Jojo-Effekt führen. Einfacher, als sich Winterspeck abtrainieren zu müssen, ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.
Unter anderem trägt der Lichtmangel zu den zusätzlichen Pfunden bei, denn bei weniger Licht kann der Körper schlechter Vitamin-D aufbauen. Auch der Stimmungsaufheller Serotonin ist weniger vorhanden. Unbewusst greift man zu Nahrungsmitteln, die zumindest Serotonin enthalten, und in denen stecken häufig auch jede Menge Kalorien. Der Winter ist meist auch die Zeit für deftige Gerichte, viel Genuss, aber auch Vorweihnachtsstress und wenig Bewegung. Diese Kombination ist wie geschaffen dafür, die Zahl auf der Waage in die Höhe zu treiben.

Muss man also, um dem Winterspeck vorzubeugen, auf alle Leckereien verzichten? Glücklicherweise nicht, denn der erzwungene komplette Verzicht schlägt, wie bei Diäten, in aller Regel ins Gegenteil um. Viel besser ist die Strategie, bereits vor dem Winter gesunde Gewohnheiten zu entwickeln und diese beizubehalten.
Dazu gehört, deftige Mahlzeiten und die typischen Winter- und Weihnachtsnaschereien bewusst zu genießen. Ablenkungen wie Fernseher und Handy bleiben beim Essen aus, stattdessen werden die Mahlzeiten ganz aufmerksam begangen. Auch bei Kuchen und Plätzchen funktioniert das Prinzip, sich bewusst eine Portion zu gönnen, besser, als diese Dinge im Adventstrubel immer mal wieder nebenbei als Stresskiller zu verspeisen. Aufmerksames, langsames Essen macht zudem schneller satt und man isst nur so viel, wie man wirklich Hunger hat.
Ein weiterer Faktor ist das regelmäßige Essen. Wenn man in Erwartung eines reichhaltigen Abendessens den halben Tag hungert, resultiert das oft darin, dass man bei ebendiesem Abendessen zu viel isst. Ob man eher zu mehreren kleineren oder den berühmten drei Hauptmahlzeiten am Tag neigt, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache ist, dass man einen regelmäßigen Rhythmus beibehält, um den Körper optimal mit Energie zu versorgen und Heißhunger vorzubeugen.
Bei den Mahlzeiten selbst kann man zudem auf einen hohen Anteil an saisonalem Gemüse achten. Gemüse füllt den Magen schneller mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, geht jedoch deutlich weniger auf die Hüfte als der Festtagsbraten. Die größte Gewichtszunahme gibt es in unseren Breiten tatsächlich direkt über die Weihnachtstage. In vielen Familien wird Weihnachten mit besonderen Gerichten gefeiert, manchmal gibt es sogar mehrere Gänge. Gerade in großen Familien, wo man möglicherweise zum Mittagessen in einem Haushalt ist und zum Abendessen in einem anderen, summieren sich auf diese Weise etliche Kalorien. Vielleicht lässt sich vorher absprechen, was es wann und wo gibt - ansonsten sollte man sich auch nicht davor scheuen, einfach weniger zu essen, vor allem nicht, wenn man das Gefühl hat, die letzte Mahlzeit noch nicht ganz verarbeitet zu haben.

Weitere gesunde Gewohnheiten, die man bereits im Herbst verinnerlichen kann, sind ausreichend Schlaf, häufige Bewegung und regelmäßige Entspannung. Im Winter wird man schneller müde. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass es weniger Licht gibt. Früher wurde das Leben entsprechend "heruntergefahren", doch in unseren modernen Zeiten führt der Winter nicht mehr dazu, dass man es langsamer angehen lässt. Ein regelmäßiger Rhythmus mit den gleichen Zeiten zum Aufstehen und Schlafengehen und genügend Erholung hilft unter anderem gegen Stress und beugt auch zusätzlichen Pfunden vor. Gerade kurz vor Weihnachten nimmt der Stress bei vielen Menschen zu. Bereits im Herbst anzufangen, Auszeiten einzuplanen und einen regelmäßigen Ausgleich zu finden, macht es später leichter, dies beizubehalten.
Auch genug Bewegung ist ganz entscheidend. In der kalten Jahreszeit zieht es einen weniger nach draußen, doch so schlägt auch der Winterspeck schneller zu. „An die frische Luft zu gehen“ steht also auf der Liste der besten Mittel gegen Winterspeck sehr weit oben.
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