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Interaktions-Check in Ihrer Apotheke

Wechselwirkungen von Medikamenten untereinander sind als arzneimittelbezogenes Problem nicht zu unterschätzen – zwar muss eine solche Interaktion nicht zwingend schwerwiegende Folgen haben, aber sie könnte. Deshalb sollte bei der Kombination verschiedener Arzneimittel immer geprüft werden, ob diese sich gut miteinander „vertragen“ – oder ob sie sich vielleicht gegenseitig in ihrer Wirkung behindern, diese verstärken oder ob genau diese Kombi dem Patienten sogar Schaden zufügen kann. Dieser Überprüfung dient der Interaktions-Check.

Wechselwirkungen können sich aus mehreren Gründen ergeben: Es gibt Medikamenten-Wirkstoffe, welche die Nebenwirkungen anderer Arzneimittel verstärken oder deren Aufnahme in den Organismus erschweren können; auch die Ausscheidung eines Medikaments, der Zeitraum, in dem es normalerweise dem Körper zur Verfügung steht und wirkt, kann dadurch verändert werden.
So kann beispielsweise die Wirkung der „Pille“ durch Johanniskraut (wird als Antidepressiva eingesetzt) verringert, beziehungsweise eine ungewollte Schwangerschaft riskiert werden. Die Wirkung von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen kann durch die Einnahme eines Laxans‘ (Abführmittels) oder durch Antacida (gegen Magensäureüberschuss/Sodbrennen) verändert werden – eine Beeinträchtigung der Herzleistung bis hin zur Bewusstlosigkeit könnten die Folgen sein. Verschiedene Antibiotika reagieren ebenfalls auf die gleichzeitige Gabe von Antacida sowie auf Nahrungsergänzungsmittel, die Eisen-, Magnesium-, Kalzium- oder Zinksalze enthalten – das kann die Entstehung einer Antibiotika-Resistenz fördern und den Therapieerfolg gefährden. Die Wirkung blutverdünnender Mittel (Gerinnungshemmer) wird durch die Einnahme von Acetylsalizylsäure (ASS) in Schmerzmitteln (z. B. Aspirin) verstärkt; eine erhöhte Blutungsneigung, die Bildung von Blutergüssen und sogar innere Blutungen können dadurch bedingt werden. Dies sind nur ein paar wenige Beispiele dafür, wie sich eine unglückliche Kombination von Medikamenten auswirken kann.

Die individuellen Umstände spielen in Bezug auf das Auftreten von Wechselwirkungen zudem eine Rolle – nicht jeder Mensch reagiert gleich auf eine Medikation. Die Ernährung und Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln müssen ebenfalls mit einkalkuliert werden.

Fest steht: Insbesondere von mehreren (chronischen) Erkrankungen Betroffene sollten die Möglichkeit des Interaktions-Checks nutzen; gerade im fortgeschrittenen Alter treffen oft verschiedene Krankheitsbilder mit entsprechenden Medikationen aufeinander. Im Rahmen des Interaktions-Checks können auch Empfehlungen zur optimalen Einnahme etwa bezüglich des Einnahmezeitpunkts und der Dosierung gegeben werden.
 
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