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Beta-Glucane – die Immunbooster

Die mannigfachen positiven Wirkungen der Beta-Glucane auf die Gesundheit sind vielen (noch) nicht bekannt – dabei sollte der Immunbooster besser in aller Munde sein. Beta-Glucane bestehen aus mehreren miteinander verknüpften Molekülen, die wir auch mithilfe von Enzymen nicht spalten können und werden daher zu den Ballaststoffen gerechnet. Die Natur liefert uns die kleinen Wohltäter via Getreide, Hefen, Pilzen, Algen und Bakterien. Bedeutend für uns und unser Wohlbefinden sind vor allem die Beta-Glucane, die in der Gerste (ca. 4,8 Prozent der Korntrockenmasse) oder im Hafer (ca. 4,5 Prozent der Korntrockenmasse) vorkommen; zum Vergleich: unser gängigstes Getreide, der Weizen, weist lediglich 0,8 Prozent auf.

Ein Ballaststoff als Gesundheitswächter

Nachdem das unverdauliche 1,3/1,6-Beta-Glucan den Magen passiert hat, gelangt es in den Dünndarm; die Fresszellen dort (Makrophagen) identifizieren das Beta-Glucan als körperfremd und machen daraus „Kleinholz“. Um diese Teilchen kümmern sich dann die neutrophilen Granulozyten, Immunzellen, die durch diese Beschäftigung mit den Beta-Glucan-Fragmenten aktiviert werden und deshalb sofort „bei Fuß stehen“, um Eindringlingen wie Bakterien oder Viren unverzüglich den Garaus zu machen. Die Abwehrzellen können mithilfe des Beta-Glucans also schneller auf krankmachende Mikroorganismen reagieren – das Immunsystem wird unterstützt und die Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel an einer Erkältung oder Infektion zu erkranken, sinkt.

Doch nicht nur unsere Krankheitsabwehr profitiert von einer guten Beta-Glucan-Versorgung. Auch der Cholesterinspiegel kann mittels Beta-Glucan gesenkt werden, da der Ballaststoff im Darm Cholesterin sowie Gallensäuren an sich bindet und beides zusammen mit dem unverdaulichen Beta-Glucan ausgeschieden wird. Zum einen gelangt also weniger Cholesterin ins Blut, zum anderen wird die Leber angeregt, mittels im Blut vorhandenen Cholesterins für Gallensäuren-Nachschub zu sorgen – dieser Vorgang dezimiert den Cholesterinspiegel zusätzlich.

Eine verstärke Ballaststoff-/Beta-Glucan-Zufuhr verlangt auch nach einer Steigerung der Trinkmenge – dadurch erhöhen sich Stuhlvolumen und -frequenz, Darmträgheit und Verstopfung wird also entgegengewirkt, eine Regeneration der Darmschleimhaut und die natürliche Darmflora werden unterstützt.

Last, but not least, kann Beta-Glucan helfen, den Blutzuckerspiegel zu managen, da die Ballaststoffe das Sättigungsgefühl erhöhen und für eine verzögerte Magenpassage sorgen – die Glucose wird also langsamer aufgenommen, steigt weniger schnell an und macht eine weniger starke „Insulinantwort“ notwendig.
 
 
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