Die Geschichte der Schwan Apotheke

Die Schwan-Apotheke unter Führung der Familie Trommsdorff

Seit dem 23.02.1734 ist der Apotheker Jakob Hieronymus Trommsdorff (1708-1768) Besitzer der Apotheke und des Apothekengrundstücks. Er ist Sohn des Pastors an der Erfurter Andreaskirche und Professors an der Erfurter Theologischen Fakultät Johann Samuel Trommsdorff (1675-1713). Jakob Hieronymus Trommsdorff machte seine Apothekerlehre von 1723 bis 1728 in der Marien-Apotheke und gab der Apotheke den Namen „Zum Schwan(en)-Ring“.

13.05.1744 fand eine Erweiterung der im Haus „Zur Rosenecke“ befindlichen Schwan-Apotheke durch Zukauf eines Teils des in der Schlösserstraße gelegenen Hauses „Zum grünen Strahl“ statt.

1768 kam es zur Besitzübernahme der Apotheke und des Apothekengrundstücks durch den Arzt und späteren Professor an der medizinischen Fakultät der Universität Erfurt, Wilhelm Bernhard Trommsdorff (1738 bis 1782), einem Sohn von J. H. Trommsdorff. Da dieser durch seine Tätigkeit als Leibarzt des kurmainzischen Statthalters (1771-1802) Carl Theodor Anton Maria von Dalberg sowie als Allgemeinmediziner und Hochschullehrer über Gebühr in Anspruch genommen wurde, übertrug er die Leitung der Apotheke Provisoren, deren bedeutendster 1781/1782 der später berühmte Hallenser Universitätsprofessor Friedrich Albert Carl Gren (1760-1798) ist.

1773 erfolgt die Einrichtung einer privaten Poliklinik („Klinisches Institut“) für Mittellose im Apothekengebäude durch W. B. Trommsdorff, die 1781 offiziell als ärztliche Ausbildungsstätte der Universität anerkannt wird.

Am 06.05.1782 übernimmt die Witwe des im selben Jahr verstorbenen W. B. Trommsdorff Apotheke und Apothekengrundstück. Sie lässt vor ihrer 1787 erfolgten zweiten Eheschließung mit dem Professor
an der an der medizinischen Fakultät der Universität Erfurt, Johann Jacob Planer (1743-1789) die Apotheke weiterhin von Provisoren verwalten, so 1783/1784 durch den Apotheker Christian Friedrich Ernst Lucas, den späteren Eigentümer der Mohren-Apotheke.